Roman
Affengeil und super sexy - Ein Zuchtbuch
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Der Roman beginnt mit der Vergewaltigung eines Mannes durch vier Frauen. Es ist kein Verbrechen im juristischen Sinn, eher ein gesellschaftlich geduldetes Privileg. Auf dem Planeten Ambrosia herrschen die Frauen. Männer tragen enge Kleidung, Make-up und stützende Hodenhalter; sie lächeln in Kameras, präsentieren ihre trainierten Körper und warten darauf, von vermögenden Frauen ausgewählt zu werden. Ihr junger Körper ist eine Ware, gelistet und bewertet wie Aktien am Markt.
Auch Adrian Lichterfrau hat früh verstanden, dass ihm sein Gesicht mehr Türen öffnet als jede Begabung. Status ist die einzige Währung. Um sich über Wasser zu halten, hat Adrian sich verkauft. Doch nach seiner Vergewaltigung sieht er die Welt mit ungeschminkten Augen. In ihm wächst der Entschluss, die Welt von Ambrosia zu stürzen.
Dr. Ferronia verwaltet Fruchtbarkeit wie andere Aktienportfolios. In ihren Reproduktionszentren wird entschieden, wer genetisch als Investition taugt und wer nicht. An ihrer Seite steht Viktoria Supernova, zuständig für Medien und Propaganda. Sie trichtert in die Köpfe der Bürgerinnen was ›Wissen‹ und was ›Neuigkeiten‹ sind. Im Schutz der Nacht betreibt sie ›Männerhandel‹, entführt und verschleppt junge Männer aus anderen Ländern als Lustobjekte.
Matthias Silentia lebt am Rand dieser Abgründe. Als Hausmann kümmert er sich liebevoll um seine Kinder, während seine Frau Karriere macht, Affären unterhält und seinen alternden Körper mit spitzen Bemerkungen traktiert. Matthias spricht leise, weint leise und deutet seine Ohnmacht als persönliches Versagen. Adrian zeigt ihm, dass seine Ohnmacht System hat, und Matthias schließt sich der Revolution an.
Reiche Frauen gelten als unantastbar, während arme Männer klanglos verschwinden. Attraktive Männer steigen auf, alte werden aussortiert. Als die Männer schließlich revoltieren und die Macht in einem blutigen Umsturz an sich reißen, scheint für einen flüchtigen Moment eine neue Weltordnung möglich. Doch die neue Ordnung unterscheidet sich kaum von der alten. Die Ranglisten bleiben bestehen, nur die Namen an ihrer Spitze wechseln.
Nicht das Matriarchat erweist sich als Problem und das Patriarchat als Lösung. Was regiert, ist das Statusdenken selbst, die einzige wirkliche Religion dieser Welt. Und keine Revolution vermag den Menschen von sich selbst zu erlösen.
Hardcover, 380 Seiten
Sonderedition
Erste Auflage 2006


